Reisen mit Wohnmobil und Enkel

Zuerst einmal: Ehe die große Reise mit dem Wohnmobil und dem Enkelkind oder den Enkelkindern beginnen kann, muss der Ernstfall geprobt werden.
Und wenn das Schlafen im eigenen Garten im Wohnmobil geübt wird!

Kaum etwas dürfte nämlich nervenaufreibender sein, als wenn das Enkelkind unterwegs feststellt, wie blöd so ein Wohnmobil doch ist, dass es hier nicht schlafen kann und überhaupt: Es will zu Mama und Papa!
Idealerweise probt Ihr den Wohnmobilurlaub daher zuerst einmal an einem Wochenende. Es spricht nichts dagegen, dass es am Freitag losgeht und Ihr am Sonntag zurückkehrt. Die Zeit ist überschaubar und ausreichend, um Fahren und Schlafen im Wohnmobil mit dem Enkel zu testen.

Sicherheitsaspekt im Wohnmobil nicht vergessen

Damit die Urlaubsfahrt auch wirklich sicher sein kann, muss das Enkelkind angeschnallt werden können.
Allerdings gibt es hier meist Probleme:
Die Kindersitzmodelle sind mit den Gurtsystemen in vielen Wohnmobilen nicht kompatibel. Sogenannte Kraftomnibusse mit Zulassungsdatum nach 2001 aber besitzen Dreipunktgurte, mit denen die Kindersitze gesichert werden können.
Generell gilt, dass Kinder unter zwölf Jahren oder mit einer Körpergröße von weniger als 150 cm in einem geeigneten Kindersitz fahren müssen, die Sitzplätze des Fahrzeugs müssen zur Montage der Kindersitze zugelassen sein. Rückwärtsgerichtete oder seitliche Sitze können dann zwar von Erwachsenen genutzt werden, sind aber nicht für Kinder geeignet.

Es sollte zu den selbstverständlichen Vorbereitungen der Wohnmobilreise mit dem Enkel gehören, die Anschnallmöglichkeiten für das Kind zu checken.

Kinder während der Fahrt im Wohnmobil beschäftigen

Zuerst scheint es ein großes Abenteuer:
Wir fahren mit Oma und Opa mit dem Wohnmobil!
Doch schon nach kurzer Zeit kommt Langeweile auf. Was machen die Großeltern nun mit dem quengelnden Zwerg, der alle mit der Frage: „Sind wir bald da?“ terrorisiert?

Folgende Tipps helfen gestressten Großeltern, die Ruhe zu bewahren und Kindern, die Fahrt als weniger anstrengend zu empfinden:

  • kleine Spiele mitnehmen
  • Dinge sortieren
  • Kennzeichen raten
  • Hörspiele hören
  • lesen und vorlesen
  • „Ich sehe was, was du nicht siehst“
  • elektronisches Spielzeug

Die Zeit mit dem elektronischen Spielzeug, mit dem Smartphone oder Tablet sollte unbedingt begrenzt werden. Zudem ist Vorsicht geboten, wenn dem Kind beim Hinuntersehen schnell übel wird. Tüte bereithalten!

Stau auf der Fahrt: Was nun?

Für einen Stau gilt Ähnliches wie für die Fahrt an sich. Die Kinder müssen beschäftigt werden! Ein Problem ergibt sich häufig bei längeren Staus, wenn es die Kleinen nach Bewegung dürstet. Das Fahrzeug verlassen dürfen sie nur im Notfall, auch wenn immer wieder bei längeren Staus Kinder außerhalb der Fahrzeuge zu beobachten sind, die sogar Federball oder Fangen spielen. Das kann gefährlich werden! Dann lieber die nächste Raststätte anfahren, sobald es geht oder die Autobahn verlassen. Da dies aber nur allzu häufig eher ein Wunschtraum ist, müssen die Kleinen im Fahrzeug beschäftigt werden. Lesen, Lieblings-CD hören, vielleicht ein kurzer Tanz oder eine Sportstunde: Im Wohnmobil sind die Möglichkeiten deutlich umfangreicher als in einem normalen Auto.

Reisen mit dem Wohnmobil und Kindern

Das passende Wohnmobil für das Reisen mit dem Enkelkind finden

Oma und Opa sollten sich unbedingt zu kinderfreundlichen Wohnmobilen beraten lassen. Das Internet gibt dafür zahlreiche Informationen her, auch Messen und Ausstellungen sind ideal, um sich einen Überblick zu verschaffen und die Wohnmobile kennenzulernen. Tipp: Auf der Wohnmobilmesse in Düsseldorf oder als Clubmitglied beim CARAVAN SALON erfahrt Ihr alles, was Ihr zum Reisen mit dem Wohnmobil wissen müsst. Auch, wenn es um das Reisen mit den Enkelkindern geht.

Bildnachweis:
Titelbild MPH Photos/shutterstock.com
Bild vom Wohnmobil  Andrey Armyagov/shutterstock.com